Verkehr

Petition Sichere Fussgängerstreifen – Sammelziel erreicht – 1028 Unterschriften

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Von Juni bis Ende Oktober haben 1082 Personen unsere Petition für sichere Fussgängerstreifen in unserem Quartierzentrum unterschrieben. Damit haben wir das Sammelziel erreicht.

Wir sind sehr zufrieden mit der Resonanz unseres Anliegens im Quartier. Besonders gefreut hat uns, dass mehr als drei Viertel aller angesprochenen Personen unser Anliegen verstanden haben und es unterstützen. Bei  älteren Leuten und Eltern mit kleinen Kindern war die Zustimmung noch deutlicher. “Viele haben geradezu auf uns gewartet und waren entsprechend dankbar für unser Engagement”, sagt Christian Coradi, der zusammen mit Janet Fasciati vom Fussgängerverein für uns freiwillig vor dem Nordbrüggli gesammelt hat. “Die meisten wussten bereits um was es ging, weil sie es in der Wipkinger Zeitung gelesen oder über Facebook und Instagram davon gehört hatten.”

Das Hauptargument, das für viele entscheidend war, ist die Tatsache, dass die Fussgänger keinen Vortritt mehr haben, sondern dass die Autos und Busse ihren Vortritt erzwingen können. “Das ist für ein in den Plänen der Stadt Zürich ausgewiesenes Quartierzentrum ein grosser Rückschritt”, meint Judith Stofer, Mitglied im Vorstand des Quartierverein Wipkingen, zuständig für das Ressort Verkehr. “Vortritt muss unbedingt der langsame Fussgängerverkehr haben.”

Viele haben sich enttäuscht darüber geäussert, dass die Stadt Zürich versprochen hatte, den Versuch bis zum Frühling durchzuführen, sich dann aber nicht an das eigene Versprechen gehalten hat. Besonders stossend fanden zahlreiche Unterzeichner:innen, dass die Stadt allen Ernstes behauptet, dass die Mehrheit der Wipkinger:innen mit der Lösung einverstanden sei und dass sie sich bewährt habe. Grundlage war eine zwanglose Umfrage im Sommer 2022 bei 30 Personen!

Die nun mühelos gesammelten 1028 Unterschriften sprechen eine völlig andere Sprache.

 

5 Kommentare zu “Petition Sichere Fussgängerstreifen – Sammelziel erreicht – 1028 Unterschriften”

  1. Rolf Suter schrieb am:
    15. November 2023 um 06:21 Uhr

    Übrigens Herr Tobler
    Die Velos fahren immer noch auf dem Trottoir, vor allem wenn der Bus hält. Sie könnten ja jetzt auf den Mittelstreifen, aber sie ziehen es vor, auf dem Trottoir zu fahren. Dies um Zeit zu sparen, also auch nicht in angemessener Geschwindigkeit. Soviel zu “gleichberechtigt” und “nehmen Rücksicht”. Wenn wenigstens die Velos jetzt nur auf der Strasse fahren würden, wäre es ein kleiner Vorteil, aber nein: auf der Strasse hat man den Fussgängern Rechte genommen, und auf dem Trottoir werden sie weiterhin von Velos gejagt.

  2. Rolf Suter schrieb am:
    14. November 2023 um 05:42 Uhr

    @ René Tobler: Sie sind sich aber schon bewusst, dass Fussgänger keinen Vortritt haben. Gerade zu Stosszeiten ist es für Vulnerable, Menschen mit Kinderwagen usw. sehr mühsam über die Strasse zu kommen. Gerade jetzt heisst es “Freie Fahrt für Autofahrer*innen” und natürlich für die, die nicht lesen können und einfach im “Zorn der Gerechten” auf die Strasse laufen. Aber das macht niemand, der Kinder oder Hunde dabei hat oder nicht gut zu Fuss ist. Die warten, bis ein Auto Erbarmen hat. Und das muss ja wirklich nicht sein, dass Fussgänger*innen auf das Mitleid oder die Unsicherheit der Autofahrer angewiesen sind.

  3. Quartierverein Wipkingen schrieb am:
    13. November 2023 um 15:37 Uhr

    @Rene Tobler: Wir würden gerne eine Begegnungszone haben. Dann wäre allen klar: Fussgänger haben Vortritt!

  4. René Tobler schrieb am:
    13. November 2023 um 14:45 Uhr

    “mühelos 1082 Unterschriften gesammelt” hat der QVW. Super? Das Quartier hat über 15000, die Stadt über 400 000 EinwohnerInnen. Wie viele davon haben nicht unterschrieben? Zähle.
    Ich erlebe die Begegnungszone als belebend und als einen Gewinn für das Zentrum von Wipkingen. Der Autoverkehr hat sich deutlich verlangsamt. Fussgehende, Velofahrende und Autofahrende benutzen die Fläche gleichberechtigt, nehmen Rücksicht. Dass Zentrum ist lebendiger geworden. Ist es nicht so, dass hier wieder einmal eine Minderheit fordert “Freie Fahrt für Autos! Fussgehende zurück auf die Streifen!” Soll das Zukunft sein? Ich freue mich auf die Ausweitung der Zone bis mindestens zum Ultimo Baccio und zähle auf den Willen der schweigenden Mehrheit und der Stadtverwaltung.

  5. Rolf Suter schrieb am:
    9. November 2023 um 16:54 Uhr

    Der Fussgängersteifen bei der Bushaltestelle 33/46 stadteinwärts (beim Ultima Bacio) ist weg. Die Insel ist noch dort, aber der Fussgängerstreifen wurde weggemacht.

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