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Quartierverein Wipkingen lässt Willy Siegfried zum Leben erwecken

Manch Wipkinger:in mag sich vielleicht noch erinnern: an den Gastronomen Willy Siegfried und sein Restaurant «Anker». Der Quartierverein Wipkingen (QVW) hat nun den Nachlass des Wipkinger Urgesteins gesichert und so gleichzeitig auch ein Stück Zeitgeschichte des Quartiers und der Stadt.

Willy Siegfried lebte von 1899 bis 1979 und führte bis 1968 das Restaurant «Anker», das dort stand, wo sich heute die Ausläufer der Wipkinger Brücke befinden. 1968 fiel der «Anker» dem Bau der Westtangente zum Opfer: Willy Siegfried wurde enteignet, das Restaurant abgerissen. Nichts erinnert heute mehr an den einst lebendigen Treffpunkt.

Visualisierung Quartierverein Wipkingen (c) Google Earth

Podcast erweckt Geschichte zum Leben

Um dem Vergessen entgegenzuwirken, hat der QVW mithilfe von Tagebüchern von Willy, Fotos, Akten und Briefwechseln Willy und seine Geschichte nun zum Leben erweckt: Nicht nur wurde der «Anker» als 3D-Modell rekonstruiert, auch hat der QVW ein Hörspiel produzieren lassen, das in 30 Minuten viel über das damalige Leben des umtriebigen Wirtes und was ihn im Zuge der Stadtentwicklung bewegt hat, vermittelt.

Restaurant «Anker» als Augmented Reality und 3D-Druck

Das 3D-Modell lässt sich dank «Augmented Reality» virtuell auf dem Handy anschauen, aber auch ausgedruckt ab sofort bis zum 15. Oktober im «Nano – Raum für Kunst» an der Röschibachstrasse 57 bewundern.

Visualisierung 3D-Modell des «Ankers» mit Augmented Reality live in der Handykamera (in Zusammenarbeit mit dem Architekten und 3D-Künstler Diego Bazzotti)


3D-Druck des «Ankers» des HYTAC / ETH, Dozent Jonathan Benhamu mit Unterstützung von Mona Vogt und William Schaeppi nach dem 3D-Modell von Diego Bazzotti

Kulinarische Reminiszenzen

Vis-à-vis wird im Restaurant «Damas» an der Kyburgstrasse 28 noch bis im Dezember ein Menu à la «Willy» gekocht: Auf den Teller kommen Gerichte in Anlehnung an das, was damals im «Anker» serviert wurde – denn auch damalige Speisekarten und Rezepte und Notizen aus Willy Siegfrieds Reisetagebüchern – er bereiste in den 1920er Jahren unter anderem Argentinien, Brasilien und Montevideo – konnten mit dem Nachlass gesichert werden.

Menukarte vom «Country Club» in Rio vom 27. Mai 1922

Original Fenster des Restaurants «Anker» aus dem Jahre 1897

Im «Damas» sind zudem sieben prunkvolle Originalfenster des «Ankers» ausgestellt.

Das Fenster aus dem Nachlass von Willy Siegfried erinnert an sein Restaurant «Anker». Es wurde 1897 vom renommierten Glasmaler Georg Röttinger in Zürich erstellt, der unter anderem auch für die Familie Maggi in Kempthal Fenster gestaltet hat.

Auf einen Blick

Podcast von Nina Wiegers:
https://spotifyanchor-web.app.link/e/wxo6p9Y9mtb

Visualisierung 3D-Modell des «Ankers» mit Augmented Reality** live in der Handykamera:

https://go.echo3d.co/tmsY

**Am besten funktioniert es mit einem modernen Browser wie Chrome. Einfach auf Link klicken.

Kurzchronik

Chronik Restaurant Anker und Willy Siegfried

Bildergalerie

Fenster Restaurant Anker

Rezeptbuch Willy Siegfried

Willy Siegfried Rezeptbuch

Mitmachen

Sie haben lebhafte Erinnerungen an den „Anker“ oder kannten vielleicht sogar Willy Siegfried?
Dann melden Sie sich per Brief oder E-Mail mit Ihrem persönlichen Bezug, kleinen Anekdoten oder kulinarischen Erinnerungen bei uns (info@wipkingen.net / QVW, Postfach, 8037 Zürich).




Willy Siegried und das Restaurant Anker – Kurzchronik

Willy Siegfried – Weltenbummler, leidenschaftlicher Koch und die bewegte Geschichte seines Restaurants «Anker». Ein kurzer Überblick von 1832 bis 1968.

Wipkingens Brücken und die Vorgeschichte des Restaurants «Anker»

1832:
Die Vorfahren von Hans Siegfried ziehen ins Bauernhaus ein, wo dieser später den «Anker» eröffnen wird. Sie betreiben einen Fährbetrieb über die Limmat.

1872:
Die erste Brücke über die Limmat vom Escher-Wyss- zum Wipkingerplatz wird eingeweiht.

1897:
Hans Siegfried bricht den alten «Anker» im ehemaligen Bauernhaus ab, worin er bereits ein Restaurant führte, und erbaut an der Röschibachstrasse 2 den neuen «Anker».

Bis das neue Restaurant steht, wirtet er im Haus an der Röschibachstrasse 4. Beim Bau des «neuen» Ankers wird limmatwärts das «Ankerstübli» bzw. «Jägerstübli» erstellt. Im «Käferberg» vom 25. Juni 1967 steht dazu rückblickend: «Unzählige Feste mit und ohne Festessen konnten hier seither durchgeführt werden. Seit der Gründung der ‘Alten Garde Wipkingen’ im Jahre 1911 führte sie hier allmonatlich ihre geselligen Zusammenkünfte durch.

1898:
Neben der alten Wipkingerbrücke wird der Tramsteg über die Limmat eröffnet.

1911:
Die  Alte Garde Wipkingen wird gegründet und tritt sich fortan einmal pro Monat für gesellige Zusammenkünfte im Anker.

1926:
Der Dammsteg wird eröffnet.

Willy Siegfrieds junge Jahre: Ausbildung und Reisen

1914-17:
Willy Siegfried absolviert in in La Chaux de Fonds seine Lehre zum Koch.

1919:
Am 3. April 1919 schliesst Siegfried im Hotel du Parc in Lugano seine Lehrabschlussprüfung mit Bestnote «Sehr gut» ab.

Ab Juni 1919:
Willy arbeitet im Schlosshotel in Pontresina.

Frühjahr 1920:
Mit der Hamburg-Amerika Line bricht Siegfried vom Norden Frankreichs zur Überfahrt nach Südamerika auf.

Aus Siegfrieds Reisetagebuch [Daten sind eventuell falsch?]:
«Längst sehnte ich mich nach dem Auslande um die Welt ein wenig kennen zu lernen; aber der Krieg verhinderte mich noch in früheren Jahren mein geliebtes Schweizerland zu verlassen. Doch endlich klopfte die Stunde wo ich den Heimatschein in den Händen nach den verschiedenen Konsulaten lief um meinen Pass in Ordnung zu stellen welches noch gut von Statten ging, und nur noch mit der Schiffsgesellschaft zu tun hatte. Durch Bekanntschaft mit einem gewissen Herrn Frischknecht und seiner Tochter entschloss ich mich das gleiche Schiff zu nehmen wie sie, welches am 29 April [März?] 1920 Cherbourg verlassen wird. Das Billet kostete 1625 Franken 2ter Klasse, dazu kamen aber noch die verschiedenen kleinen Auslagen, bis nach Buenos Aires.

Dann (auf dem Dampfer Arlanza) wurde ein Liegestuhl gemietet für 7 ½ Schilling bis nach Buenos Aires. Hier auf dem Deck fühlte ich mich am wöhlsten; aber bis ich mich so an das Faulenzerleben gewöhnt bin, wird es wohl noch einige Tage dauern.

Am 9. Mai kommen uns sehr viele fliegende Fische entgegen um eventuell einige Abfälle zu erwischen. Morgens den 10 Mai nehme ich wie so ein liebes Salzwasserbad um mich etwas abzukühlen denn es war die ganze Nacht sehr düppig.

Wir nähern uns Rio de Janeiro und wir freuen uns alle dass hier ein längerer Aufenthalt gemacht wird. Es war wie ein Zauber wenn man diese Beleuchtung sah mit all den kleinen Inseln. Hier konnten wir das erste mal direkt vom Schiff ans Land steigen was wir uns nicht zweimal sagen liessen. … Der Verkehr ist ebenfalls sehr gross und an Automobilen fehlt es auf keinen Fall.
Bei unruhiger See kamen wir abends des 20 April 1921 in Montevideo an. Die erste Meldung war, dass im Hafen von Buenos Aires gestreikt wurde und die Arlanza nicht die Erlaubnis habe einzufahren. Nun wurde gepackt und in ein kleines Schiff gezogen.
Wir hatten noch zwei Stündchen Zeit die Stadt zu besuchen und um 10 Uhr abends mussten wir von dem Dampfer Abschied nehmen. Überglücklich wieder für immer festen Boden zu haben kommen wir am 21. April morgens Sonntag an. Zum letzten Mal Kofferauspacken fuhren wir dann dem HÔtel Deux Mondes entgegen um richtig zu frühstücken. Nun hatte ich mein Reiseziel erreicht und hoffe auch weiter mein Glück zu finden.»


Quelle: Tagebuch

1922:
Siegfried arbeitet als Koch im «Country Club» in Brasilien. Ein Foto im kleinen, kommentierten Reisefotobuch trägt die Überschrift «Meine Gänse- und Entenzüchterei in Brasilien».
Quelle: Kleines Fotobuch mit Freizeitfotos

1923:
Siegfried arbeitet als Koch im argentinischen Mar del Plata. Am 27. Januar 1923 schreibt er als Notiz auf der Rückseite eines Fotos, auf dem er am Strand liegend zu sehen ist «Hier ist einem wöhler als in der Küche».

1924:
Ernstes Bild von Siegfried, dazu die Notiz: «Schlechte Zeiten Amerika 1924»

1925:
Willy Siegfried hält sich in Pontresina auf. Im kleinen Fotobuch finden sich Bilder von ihm und Kühen, dazu die Notiz: «Auf hoher Alm».

1927:
An der Fachausstellung für das Schweizerische Gastwirtsgewerbe Zürich vom 4. bis 26. Juni 1927 wird Siegfried mit dem ersten Rang für «Beschickung der Abteilung A «Höhere Kochkunst» ausgezeichnet.

28. Juni 1928:
Siegfried wird in Caracas, Venezuela, als Chef de Cuisine bei O. P. de Siebenthal-Ruegg eingestellt und verdient im Monat «sixcents frs.» mit Kosten und Logie.

30. Juni 1928:
Siegfried reist mit dem Dampfschiff «Simon Bolivar» von Boulogne sur Mer nach La Guaira.

Ende 1928:
Siegfried tritt seine Heimreise von Amerika in die Schweiz an. Am 16. Dezember 1928 schreibt er von Bord des Dampfers Rugia eine Postkarte an seine Schwester:
«Von meiner Heimreise aus Amerika sende ich dir die besten Grüsse. Bin an Weihnachten zu Hause. Dein Bruder Willy»

Willy Siegfrieds Übernahme des «Ankers»

Juni 1931:
Willys Siegfrieds Vater, Hans Siegfried, verstirbt an einem Herzinfarkt.

30. April 1934:
Die Erbgemeinschaft des verstorbenen Hans Siegfried verkauft das Grundstück an Willy Siegfried.

30. Mai bis 5. Juni 1934:
Willy Siegfried reist fürs Restaurant Anker nach Wien und Budapest.

Dezember 1940:
Siegfried legt die Fachprüfung für den Fähigkeitsausweis für die «Führung einer Wirtschaft mit Alkoholausschank» ab: erfolgreich, wie er am 31. Dezember 1940 erfährt.

14. Januar 1941:
Der Finanzdirektion der Abteilung Wirtschaftswesen der Stadt Zürich überreicht Siegfried «die Urkunde über den Fähigkeitsausweis, sowie eine Bestätigung über das Bestehen der Fachprüfung».

April 1944:
Willy Siegfrieds Mutter, Elise Siegfried, verstirbt.

Februar 1946:
Zum Familienabend des Velo-Club im Restaurant Anker vom 16. Februar 1946 steht, im Begleitschreiben über Willy Siegfried: «…ist der Mann, bei dem man gut Essen und Trinken kann. Seine Weine sind bekannt fast im ganzen Swjtzerland. Drum brauchst du nicht in die Stadt hinein, kehre ruhig im Anker ein.»

1948:
Willy Siegfrieds Sohn Willy Hs. kommt zur Welt.

Stadtentwicklung der 60er-Jahre und Abbruch des Ankers

22. April 1965 (aus GGW Jahresbericht 1965):


«Am 22. April 1965 veranstaltete die GGW im grossen Saale des Kirchgemeindehauses Wipkingen einen Lichtbildervortrag mit Ausstellung der Baumodelle sowie der Projektpläne. Pläne und Baumodelle konnten bereits ab Dienstag, den 20. April 1965 in der Halle des Haupteinganges besichtigt werden. Als Referent konnte Herr Stadtingenieur Jakob Bernath gewonnen werden. Die Ausführungen des Referenten, im voll besetzten grossen Saal, fanden sozusagen einstimmige Zustimmung. Wir möchten auch an dieser Stelle dem Referenten den herzlichen Dank für seine Bemühungen abstatten. In der am 12. Dezember 1965 durchgeführten Gemeindeabstimmung wurde das Bauprojekt mit 40’606 Ja gegen 12’157 Nein die Zustimmung erteilt. Wir hoffen, dass recht bald mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.
Trotz der zustimmenden Gemeindeabstimmung wird das Geschäft auf unserer Liste für unerledigte Geschäfte verbleiben. Während der Bauzeit werden immer wieder Fragen und Begehren, die unser Quartier berühren, uns verlassen bei den Behörden zu intervenieren.»

12. Dezember 1965:
Zürcher Stimmbürger bewilligen einen Kredit von 42,7 Millionen Franken für eine grosszügige Neugestaltung des Escher-Wyss-Platzes. Das Projekt sieht unter anderem die Erstellung einer neuen, zweistöckigen Wipkingerbrücke vor.

16. Januar 1967:
Tagesanzeiger der Stadt Zürich zum Umbau von Escher-Wyss-Platz und Wipkingerbrücke: «Zu den Opfern der neuen Verkehrslösung gehört auch der in der Bildmitte sichtbare Häuserblock Röschibachstrasse 2 und 4, der sich zurzeit noch im Privatbesitz befindet, im Verlauf dieses Jahres wohl aber von der Stadt erworben wird.

Die Familie Siegfried, die dieses Grundstück seit 1833 besitzt und in den Jahren 1895/97 den jetzt dem Abbruch geweihten Häuserblock erstellen liess, ist über diese Lösung keinesfalls erfreut. Wohl anerkennt der ehemalige Wirt des im Hause Röschibachstrasse 2 befindlichen Restaurants Anker, Willy Siegfried, die Notwendigkeit und Dringlichkeit einer Verkehrssanierung des Escher-Wyss-Platzes, doch hofft er, bisher allerdings ohne Erfolg, auf Realersatz durch die Stadt.»

18. Juni 1967:
Abschiedsfeier vom Anker, bevor dieser bis Ende Juni geräumt werden muss.

30. Juni 1967:
Kündigung des Wirtes des Ankers, F. J. Imholz

4. September 1967:
J. Frei, Vizepräsident der Gemeinnützigen Gesellschaft Wipkingen Quartierverein äussert in einem Schreiben vom 4. September 1967 seine Raumsorgen.

7. Dezember 1967:
Am 7. Dezember 1967 wird Willy als Grundeigentümer vom Hochbauamt der Stadt Zürich eingeladen «die Probleme der Neuüberbauung» zu besprechen. Im Schreiben des Stadtbaumeisters heisst es dazu: «Mit dem Bau der Westtangente, welche im Bereich des Escher-Wyss- und Wipkinger-Platzes in Angriff genommen wurde, ist der Abbruch zahlreicher Liegenschaften verbunden; eine Neuüberbauung muss hier in absehbarer Zeit in die Wege geleitet werden.»

Anfangs 1968:
Der «Anker» wird abgerissen.

Mai 1968:
Die Brückenhauptarbeiten beginnen. Der Pauschalauftrag ist an die Arbeitsgemeinschaft AG Conrad Zschokke, Ing.-Büro und Bau-Unternehmung in Zürich vergeben worden.

8. Dezember 1968:
Die Fortsetzung der Westtangente, die über den Bucheggplatz bis zum Tierspital in Angriff genommen werden soll, wird bei der Abstimmung mit grossem Mehr angenommen.

Ende 1968:
Im Jahresbericht des Gemeinnützigen Gesellschaft Wipkingen Quartierverein steht:

Unter B. Quartierfragen:

Neubau Restaurant «Anker» bei der Doppelbrücke

Im letzten Jahresbericht konnten wir auf die Prüfung einer Neuentstehung des abgebrochenen «Ankers» hinweisen. In diesem Zusammenhang erhielten wir vom Hochbauamt der Stadt Zürich den Auftrag, abzuklären, welche Lokalitäten in diesem Neubau dringend untergebracht werden sollten. Wir beantragten einen Saal für ca. 300 Personen, mit Bühne, der so zu projektieren wäre, dass die Erstellung von Sitzungszimmern in der Grösse für 10 bis 25 Personen möglich wäre, indem schalldichte Trennwände hervorgezogen würden.

Unter C. Quartier-Chronik (Berichterstatter: J. Frei)

Martina Egli und Michael Pscheor, Zürich, Dezember 2021




Mehrzweckstreifen bleibt – plus ein Fussgängerstreifen

Der Mehrzweckstreifen bleibt, jedoch wird der provisorische Fussgängerstreifen auf der Höhe des Zeunersteig permanent markiert und neu als zusätzliche Schulwegquerung festgelegt.

An der letzten Generalversammlung des Quartierverein Wipkingen im April wurde beschlossen, dem Tiefbaudepartement den Antrag zu stellen, den Mehrzweckstreifen an der Nordstrasse zurückzubauen und die entfernten Fussgängerstreifen wieder oder zusätzliche anzubringen.

Gefährliche Querungen für Schüler

Begründet wurde der Antrag mit der Tatsache, dass ab dem Schuljahr 2022/23 die Schülerinnen und Schüler des Schulhaus Nordstrasse für rund zwei Jahre während der Woche jeweils zwischen dem Nordstrasse Schulhaus und der Lettenwiese pendeln werden.

Nun ist die Antwort eingetroffen

Stadträtin Brander schreibt: “Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse besteht aus unserer Sicht kein Bedarf, die temporäre Massnahme zurückzubauen. Die Fussgänger*innen können jetzt die Strasse überall queren und nicht nur bei den Fussgängerstreifen. Insbesondere die bei den beiden Bushaltestellen aufgehobenen Überholmöglichkeiten für Autos ist für die Fussgänger*innen ein Sicherheitsgewinn. Der Verkehr fliesst insgesamt langsamer, jedoch flüssiger. Die gegenseitige Rücksichtnahme und Aufmerksamkeit der Nutzenden hat sich erhöht und somit – davon gehen wir aus ‑ auch die Verkehrssicherheit. Dazu können allerdings erst nach mehreren Jahren verlässliche Aussagen getroffen werden.

Sichere Schulwegquerungen

Immerhin wurde anerkannt, dass die Schulwegquerungen mittels Fussgängerstreifen zu erfolgen haben. Dazu schreibt Stadträtin Brander: “Das Anliegen zur Sicherheit für Schulkinder nehmen wir ausgesprochen ernst. Der bestehende Übergang an der Rotbuchstrasse 66 wird von der Stadtpolizei (Schulweginspektoren) bereits heute als geeignete Schulwegquerung beurteilt, die Querung ist gemäss deren Einschätzung für Schulkinder gut machbar. Zur Ergänzung des Angebots wurde entschieden, dass der provisorische Fussgängerstreifen auf der Höhe Zeunersteig (Nordstrasse 227) dauerhaft belassen wird. Dieser Übergang ist neu als Schulwegquerung festgelegt, so stehen den Schulkindern für die Zeit der Schulhausanierung an verschiedenen Orten Möglichkeiten zur Verfügung, die Nordstrasse sicher zu überqueren.”

Pilotphase endet im Herbst

Die Auswertung der Pilotphase des temporären Mehrzweckstreifens erfolgt im Herbst 2022. Sobald diese vorliegt, wird wieder informiert.

Was meinen Sie

Hier gehts zur Umfrage:

https://findmind.ch/c/PaJz-vQdQ

 




Neugestaltung Bahnhof Wipkingen

Wer aufmerksam am Bahnhofsgelände vorbeigeht, entdeckt die Baugespanne hinter der Bushaltestelle Nordbrücke und entlang den Bahngleisen. Die SBB und die Stadt Zürich gestalten das Bahnhofsareal neu. Bis zum 21. September 2021 lagen die Pläne öffentlich auf. Wir haben sie für euch angesehen.

Mächtig wird das neue Portal bei der Bushaltestelle an der Nordbrücke: Es ist ein in Metall und Glas gestaltetes Mahnmal, das für einen neuen SBB-Brutalismus steht. Mit dem Charme eines Recyclinghofs soll die Haltestelle in Zukunft den wartenden Busreisenden Schatten spenden oder bei Regen ein Dach bieten. Wir vom Quartierverein (QV) hätten uns hier eine filigranere Konstruktion gewünscht, die sich harmonisch ins Quartier einfügt.

Visualisierung SBB, Fotomontage QVW

Es gibt aber auch Positives zu berichten. Über zwei neue Liftanlagen links und rechts wird der Zugang zu den Gleisen erstmals barrierefrei möglich. Alternativ ist die Anbindung auch über zwei Treppenanlagen links und rechts der Lifte gewährleistet. Bis anhin gab es nur einen Zugang auf der Seite des Restaurants Nordbrücke. Ausserdem wird das südliche Trottoir auf der Nordbrücke – endlich – um rund einen Meter fünfzig verbreitert. Damit können nun auch die vielen Kinderwagen die wartenden Reisenden gefahrlos kreuzen.

Visualisierung SBB, Fotomontage QVW

Verlegung der beiden Bahngleise in die Mitte

Das Mittelperron wird aufgehoben. Die Züge verkehren künftig also in der Mitte. Dafür werden zwei neue Perrons auf beiden Seiten der Gleise erstellt. Auf der linken Seite geht es Richtung Hauptbahnhof und auf der rechten Seite Richtung Oerlikon. Der Zugang auf die beiden Perrons erfolgt in Zukunft also von beiden Seiten her. Der Zugang zum linken Perron ist zusätzlich über die Nordbrücke per Lift und Treppe, aber auch wie bisher, über den Zugang Rousseaustrasse möglich. Neu wird dieses Perron im Süden zusätzlich vom Lettenfussweg her erschlossen. Damit wird das Lettenquartier mit den Siedlungen der verschiedenen Baugenossenschaften direkter an den Bahnhof angebunden.

Fotomontage QVW

Durchgang Süd wird durchlässig und barrierefrei

Die bisherige Unterführung an der Dammstrasse wird etwas weiter nach unten in Richtung Stadt verlegt. Neu wird sie die beiden Gleise untertunneln, so dass der Zugang auf das Perron in Richtung Hauptbahnhof weiterhin möglich ist. Neben der Unterführung entstehen auf beiden Seiten der Gleise je eine Treppe und eine Rampe. Durch die Unterführung wird eine neue direkte Quartierverbindung vom Lettenfussweg zur Damm- beziehungsweise Habsburgstrasse möglich. So positiv diese Neuerungen sind, so negativ fällt die beabsichtigte Ausführung ins Gewicht. Statt begrünter, hitze- und lärmmindernder Bahnborde sind mächtige Betonwände geplant. Hier besteht unserer Meinung eindeutig ein grosser Verbesserungsbedarf.

 

Visualisierung und Fotomontage QVW

Begegnungszone Dammstrasse wird ausgeweitet

Parallel zu den Bauarbeiten der SBB wertet die Stadt Zürich den nördlichen Teil der Dammstrasse entlang des Bahndamms mit einer Begegnungszone auf. Dies geschieht im Rahmen des Konzepts zur Stärkung des Quartierzentrums. Baubeginn dürfte der Sommer 2024 sein.

Fotomontage QVW

Es braucht noch Geduld

Das Plangenehmigungsverfahren läuft bis zum Februar 2023. Frühestens ab März 2023 kann dann gebaut werden. Mit dem Ende der Bauarbeiten ist nicht vor Ende Mai 2025 zu rechnen.

Streckensperrungen notwendig

Die umfangreichen Bauarbeiten an den Gleisanlagen können leider nicht ohne massive Einschränkungen des Bahnverkehrs durchgeführt werden. Ein ganzes Jahr lang wird die Strecke von Wipkingen zum Hauptbahnhof gesperrt. Von Dezember 2023 bis Dezember 2024 verkehrt die S-Bahn 24 dann als Shuttle von Oerlikon nach Wipkingen und anschliessend wieder zurück nach Oerlikon.




Nachtarbeiten + Verlegung Bushaltestellen auf Nordbrücke

Um Erkenntnisse für die geplante Umgestaltung der Nordbrücke (ab 2025) zu gewinnen, erstellt die Stadt Zürich bei der Nordbrücke im Bereich Scheffel- bis Lägernstrasse einen temporären Mehrzweckstreifen. Dieser ermöglicht flächiges Queren für die zu Fuss gehenden ohne Umwege. Die Fussgängerstreifen werden aufgehoben und die Fussgängerschutzinseln neu erstellt.

Eingesandter Artikel:
Tiefbauamt der Stadt Zürich 27.5.2021 044 412 46 54; taz-kommunikation@zuerich.ch

Die Bauarbeiten beginnen am Mittwoch, 2. Juni 2021 und dauern voraussichtlich bis Ende Juli 2021. Aus verkehrs- und betriebstechnischen Gründen kann ein kleiner Teil der Arbeiten nur in den Betriebspausen der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) ausgeführt werden. Aus diesem Grund ist während einigen Nächten mit Baulärm zu rechnen. Wir informieren Sie zu gegebenem Zeitpunkt über diese Nachtarbeiten.

Die Nordbrücke ist während der Bauarbeiten, wenn auch mit Einschränkun-gen, befahrbar. Die Bushaltestellen am Bahnhof Wipkingen sind provisorisch an anderen Standorten in Betrieb. Situationsplan:

Flyer Infoschreiben Mehrzweckstreifen




Temporärer Mehrzweckstreifen Nordbrücke

Die Nordbrücke wird voraussichtlich ab 2025 verbreitert und der Strassenraum neu gestaltet. Um Erkenntnisse für diese langfristige bauliche Umgestaltung zu gewinnen, erstellt die Stadt Zürich von Sommer 2021 bis Winter 2022 einen temporären Mehrzweckstreifen. Dieser ermöglicht flächiges Queren ohne Umwege und wertet das Quartierzentrum kurzfristig auf.

eingesandter Artikel. Stadt Zürich, Tiefbauamt

Flächiges Queren an der Nordbrücke

Der temporäre Mehrzweckstreifen wird in der Fahrbahnmitte der Nordstrasse, Abschnitt Lägern- bis Scheffelstrasse, errichtet.

Mit der testweisen Einführung eines Mehrzweckstreifens soll das Quartierzentrum Nordbrücke kurzfristig aufgewertet und die Trennwirkung der Nordstrasse vermindert werden. Das Queren der Nordstrasse für Fussgängerinnen und Fussgänger wird erleichtert, indem die Fahrbahn überall gequert werden kann und nicht nur auf den Fussgängerstreifen. Dafür werden die Fussgängerstreifen entfernt. Zudem soll der Mehrzweckstreifen angepasste Geschwindigkeiten, die Verflechtung aller Verkehrsteilnehmenden und die gegenseitige Rücksichtnahme fördern.

Beispiele aus anderen Schweizer Städten zeigen, dass der Verkehr langsamer und besser fliesst und so insgesamt zu mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden führt.

Heutige Situation

Heute bringen unter anderem kanalisierte Passantenströme auf den Fussgängerstreifen den Verkehr in der Nordstrasse regelmässig zum Stocken. Das Abbiegen von der Nordstrasse in Richtung Röschibachplatz ist für Velofahrerinnen und Velofahrer schwierig. Zudem ist der Strassenraum nicht an Tempo 30, das 2019 eingeführt wurde, angepasst und trennt das Quartierzentrum Nordbrücke.

Weiterführende Informationen

Am Dienstag, 25. Mai 2021 um 18.30 Uhr führt die Stadt Zürich eine virtuelle Informationsveranstaltung zur Errichtung des temporären Mehrzweckstreifens im Bereich der Nordbrücke durch.

Am Mittwochabend, 26. Mai 2021 werden für Teilnehmende der Informationsveranstaltung zudem Begehungen vor Ort angeboten. Anmeldeschluss ist der Freitag, 21. Mai 2021.

Anmelden kann man sich hier:

https://www.stadt-zuerich.ch/ted/de/index/taz/gestalten/mehrzweckstreifen_nordbruecke.html

 

 




Rosengartentunnel: Stadt und Kanton informieren – 18.11.2019

Eingesandter Artikel (Update 14.11.2109:

Am 9. Februar 2020 befinden die Stimmberechtigten der Stadt und des Kantons Zürich über das Gesamtprojekt Rosengartentram & Rosengartentunnel. Die Rosengartenstrasse in der Stadt Zürich ist eine der am stärksten befahrenen Strassen der Schweiz, die mitten durch ein Wohngebiet führt.

Bis zu 56‘000 Fahrzeuge befahren täglich diese wichtige Verbindungsachse. Staus, Wartezeiten Verkehrsüberlastungen und Beeinträchtigungen des öffentlichen Verkehrs gehören seit Jahrzehnten zum Alltag. Zudem sind die angrenzenden Wohngebiete übermässig Lärm- und Schadstoffemissionen ausgesetzt. Mit dem Projekt Rosengartentram & Rosengartentunnel wollen Stadt und Kanton Zürich die Situation nachhaltig verbessern und durch das neue, leistungsfähige Tramangebot den öffentlichen Verkehr stärken.

Regierungspräsidentin Carmen Walker Späh sowie Fachleute des Kantons und der Stadt Zürich erläutern das Projekt. Im Zentrum stehen die Auswirkungen auf das Quartier Wipkingen.

Montag, 18. November 2019, 19.00 Uhr
Kath. Pfarreizentrum Guthirt, Zürich
(Türöffnung 18.30 Uhr)

Infoveranstaltung Wipkingen_DEF




Gleisbaustelle Wipkingerbrücke ab 19. Juni – Mitte August 2019

Die Schienen auf der Wipkingerbrücke vom Escher-Wyss-Platz bis zum Wipkingerplatz sind stark abgefahren und müssen aus Sicherheitsgründen ersetzt werden.

Die Vorbereitungsarbeiten für den Gleisabbruch beginnen am Mittwoch, 19. Juni 2019 mit Installationen, Sondagen und dem Erstellen von Angriffsschlitzen. In der Nacht vom 19./20. Juni 2019 werden die Beläge entlang der Tramgleise geschnitten.

Nachtarbeiten

Um Erschütterungen auf der Brücke auf ein Minimum zu reduzieren, muss in den Betriebspausen in den Nächten vom 20./21., 24./25. und 25./26. Juni 2019 der Beton mit Fräsen und hydraulischen Abbauhämmern teilweise abgebrochen werden, was erheblichen Lärm verursacht. Ebenfalls mit hydraulischen Abbauhämmern und Kompressoren werden tagsüber die Hohlräume der Schienen und der Randbereiche vom Beton befreit.

Der Gleisabbruch erfolgt am Samstag, 13. Juli 2019, ab 6.00 Uhr. Dabei kommen Baumaschinen mit hydraulischen Abbauhämmern zum Einsatz. Der Antransport der Baumaschinen erfolgt ab 5.00 Uhr. Im Anschluss werden die neuen Schienen verlegt, gerichtet, verspriesst und geschweisst. Diese Arbeiten dauern bis Montagmorgen. Zwischen Escher-Wyss-Platz und Frankental
fahren Ersatzbusse.

AWR_Wipkingerbruecke




Umsteige Plattform Nordbrücke – leider fehlende Integration der S-Bahnen

Tausende steigen Tag täglich an der Nordbrücke um. Die beiden neuen Fahrplananzeigen helfen im innerstädtischen Verkehr. Allerdings fehlen die SBahn Infos auf der neuen Anzeige.

Wir finden: Der ZVV muss das leisten. Wann kriegen wir das?

Gruss

Quartierverein Wipkingen

 




Bushaltestelle Nordbrücke erhält zwei elektronische Fahrplananzeigen

Heute sind die elektronischen Fahrplananzeigen an der Bushaltestelle Nordbrücke in Betrieb gegangen.

Die elektronischen Anzeigetafeln zeigen etwa die Wartezeit bis zum nächsten Tram, Verspätungs- und Störungsmeldungen an. Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) führte das digitale Anzeigesystem 2008 ein. Wipkingen musste etwas länger warten.

Stadtauswärts

Stadteinwärts

Vielen Dank!




Sieg für mehr Transparenz – und für den Viertelstundentakt?

Es war erfreuliche Post, die der Quartierverein Anfang Mai erhalten hat: Das Verwaltungsgericht hat unsere Beschwerde vollumfänglich gutgeheissen. Ende Mai hat der Quartierverein die vom Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) verlangten Planungsunterlagen zum Viertelstundentakt endlich erhalten.

Wer für die Offenlegung von amtlichen Dokumenten eintritt, braucht einen langen Atem. Im Frühling 2015 reichte der Quartierverein ein Gesuch um Einsicht in die Planungsunterlagen des ZVV für die S-Bahn 2G ein. Der Quartierverein stützte sich dabei auf das «Gesetz über die Information und den Datenschutz» (IDG). Weil unser IDG-Gesuch vom ZVV abgelehnt wurde, rekurrierten wir bei der Volkswirtschaftsdirektion des Kantons Zürich.
Auch diese lehnte die Offenlegung der Dokumente ab. Im Herbst 2016 gelangten wir darum mit einer Beschwerde ans Verwaltungsgericht. Und haben nun, nach drei Jahren, recht erhalten. Der ZVV hätte den Entscheid noch ans Bundesgericht weiterziehen können, doch so weit wollte er offensichtlich nicht gehen. Dies wäre zudem die Steuerzahlenden sehr teuer gekommen. Das Verfahren allein bis zum Verwaltungsgericht hat den ZVV 3200 Franken gekostet –ohne Anwaltskosten. Hinzu kommen die vorinstanzlichen Kosten des Quartiervereins von 500 Franken, die vom ZVV zu übernehmen sind. Das Verfahren kostete den Quartierverein ausser Zeit, Aufwand für Schreibarbeiten und Ausgaben für Kopien keinen Rappen.

Viertelstundentakt ab Bahnhof Wipkingen

Die verlangte Netzgrafik, die Teil der Planungsgrundlagen für die künftigen Fahrpläne der S-Bahnen ist, hat der Quartierverein nun am 28. Mai vom ZVV erhalten.

Anhang D_Zürcher S-Bahn 2G AS 2030_Netzgrafik_17-09-2014

Unser Fachmann, Jens Bornand, nimmt diese in den nächsten Wochen genauer unter die Lupe und wird im Auftrag des Quartiervereins entsprechende Vorschläge ausarbeiten. Ein erster oberflächlicher Blick bestätigt aber: Ein Viertelstundentakt HB Zürich – Wipkingen – Flughafen ist mit der heutigen Infrastruktur möglich, eine Einführung des Viertelstundentakts ab Bahnhof Wipkingen, auch ohne Ausbauten Brüttener Tunnel und Bahnhof Stadelhofen ebenfalls. Geschätzte Wipkingerinnen und Wipkinger: Sobald die auf Herz und Nieren geprüften Vorschläge vorliegen, werden wir Sie wieder informieren.

Transparenz, Meinungsbildung, Demokratie

Sie müssen sich also noch etwas gedulden, bevor wir Ihnen Neuigkeiten über den Viertelstundentakt ab Bahnhof Wipkingen mitteilen können. Um diese Zeit zu überbrücken, möchten wir Ihnen zwei «Highlights» aus dem Verwaltungsgerichtsurteil nicht vorenthalten. So hatte der ZVV als Argument gegen die Herausgabe der Planungsgrundlagen argumentiert, dass dies den «internen Meinungsbildungsprozess» gefährde. Das Gericht nimmt dazu ausführlich Stellung und schliesst seine Erwägungen mit folgendem Satz ab: «Von einer Verwaltungsbehörde, beziehungsweise einer unselbstständigen Anstalt des öffentlichen Rechts (Anmerkung der Autorin: damit ist der ZVV gemeint) darf erwartet werden, dass sie sich nicht von unsachlichem Druck von aussen beeinflussen lasse.» Der ZVV hatte zudem vorgebracht, dass eine Herausgabe der Dokumente in der Öffentlichkeit «falsche Erwartungen wecken und zu Diskussionen führen könnte». Dazu schreibt das Gericht, dass das Interesse des ZVV, die Dokumente aus diesem Grund unter Verschluss zu behalten, dem Interesse des IDG zuwiderlaufe: Es soll nämlich durch Transparenz «die freie Meinungsbildung ermöglichen und die Kontrolle des staatlichen Handelns garantieren und dadurch die Teilnahme an der Demokratie erleichtern».

Mentale Unterstützung auf dem dreijährigen Weg durch die Instanzen hat der Quartierverein vom Verein Öffentlichkeitsgesetz (www.oeffentlichkeitsgesetz.ch) erhalten. Dafür danken wir ihm hier an dieser Stelle.

Von Judith Stofer