Wipkingen bekommt Schulschwimmanlage im ehemaligen Kesselhaus

Der Gemeinderat stimmte am Mittwoch 26.6.2024 dem Planungskredit für eine temporäre Schulschwimmanlage im ehemaligen Kesselhaus beim Elektrizitätswerk Letten zu.

Das baufällige Gebäude soll saniert werden und ab 2029 20 Jahre lang ein Schulschwimmanlage beherbergen.


Bild Quartierverein Wipkingen

Die Anlage soll möglichst mit geringem Eingriff in das denkmalgeschützte Haus eingebaut werden, so dass sie wieder zurückgebaut werden kann.

Bild Quartierverein Wipkingen

Zur Zeit ist das Kesselhaus von Rissen durchzogen und muss zuerst saniert werden. Die Baukosten werden auf 17 Mio. CHF geschätzt. Mit dem Bau soll im Sommer 2027 begonnen werden.

Die Schulschwimmanlage ist notwendig, weil die bestehenden im Schulkreis Waidberg den Bedarf nicht decken können. Nach Betriebsschluss am Abend soll die Anlage auch Vereinen zur Verfügung stehen.

Eine öffentliche Nutzung war bis anhin nicht vorgesehen, da eine beaufsichtige Nutzung (Bademeister) nicht geplant war. Der Gemeinderat überwies jedoch ein Postulat an den Stadtrat das dies einfordert. Der Quartierverein Wipkingen ist seit über einem Jahr in der Architektur Jury und vertritt dort die Anliegen der  Quartierbevölkerung. 

Neben der Wasserfläche gehören ein Aufsichtsraum, sowie Garderoben und Nebenräume zum Raumprogramm. Die Schulschwimmhalle wird zudem über ein Lernschwimmbecken verfügen, welches mit einem Hubboden ausgestattet ist.

 

 

 




Ein Abschnitt der Trottenstrasse soll Begegnungszone werden – Unterschriftensammlung von Anwohnern

Die Trottenstrasse als Sackgasse und Zone 30 ist heute schon verkehrsberuhigt. Ab dem Gesundheitszentrum Trotte und stadtauswärts soll eine begrünte Begegnungszone (Tempo 20 und Vortritt für Fussgänger) gestaltet werden. Das möchten einige Anwohner umsetzen und haben eine Unterschriftensammlung gestartet.

Die Trottenstrasse wird an verschiedenen Stellen schon heute von Kindern zum Spielen und von Anwohnenden als Begegnungsort genutzt. Eine Gruppe Anwohner hat sich nun zusammengetan und eine Projektstudie erstellt.  Ziel ist es, den defakto Zustand in eine offizielle Begegnungszone umzuwandeln, in der die Fussgänger Vortritt haben. Dabei werden keine Parkplätze abgebaut, sondern umplatziert. Die Verantwortlichen der Stadt Zürich bieten Hand und wünschen, dass das Anliegen von den Anwohnern beantragt wird.*

Unterschriftensammlung

Die Anwohner haben eine Unterschriftensammlung gestartet. Unterschriftenbogen können hier heruntergeladen werden:

Unterschriftenbogen

Die Sammlung dauert bis zum 31.7.2024.

Projekbeschreibung

Die Projektbeschreibung kann hier heruntergeladen werden:

231020_Karte_Trottenstrasse

Antrag an die Stadt Zürich

Antrag-Stadt

Eine Idee von: Thomas Gressly, Martin Gutekunst, Regina Schlager, Anna Schneider

Kontakt: thomas@gressly.me

*Der Beitrag stammt von den Quartierbewohnerinnen selber. Der Quartierverein Wipkingen stellt seine Webseite als Plattform für die Anliegen der Quartierbevölkerung zur Verfügung.




Umbau Kirchgemeindehaus am Wipkingerplatz – Vernissage Ausstellung am 25. April 17-18h

Das reformierte Kirchgemeindehaus Wipkingen ist in die Jahre gekommen und benötigt eine dringende Sanierung. Die reformierte Kirchgmeinde möchte die Quartierbevölkerung über das geplante Projekt informieren. Dazu lädt sie die zur Vernissage der Ausstellung über das Vorhaben ins reformierte Kirchgemeindehaus Wipkingen ein.

Donnerstag, 25. April 2024 von 17.00 – 18.00 Uhr
im Foyer Kirchgemeindehaus Wipkingen, Rosengartenstrasse 1
(Haupteingang Terrasse)

Das Kirchgemeindehaus Wipkingen soll bis ins Jahr 2027 renoviert werden und künftig der reformierten Kirche als «Haus der  Diakonie» dienen.

Das Gebäude wird deutlich aufgewertet, für die Öffentlichkeit zugänglich sein und gerade dem Quartier und den Anwohnenden vielfältige Angebote und Dienstleistungen bieten. Der Baustart soll bereits 2025 erfolgen, sofern die reformierte Stimmbevölkerung der Stadt Zürich dem Kredit zur Sanierung zustimmt. Der Kredit beläuft sich auf 50,2 Millionen Franken. Rund zwei Drittel der Kosten betreffen als gebundene Ausgaben die reine Instandsetzung des Gebäudes und rund ein Drittel der Kosten soll für die spezifische neue Nutzung als «Haus der Diakonie» aufgewendet werden.

Weitere Ausstellungstage:

Samstag, 27. April 2024
Samstag, 04. Mai 2024
Samstag, 11. Mai 2024
Samstag, 25. Mai 2024
(jeweils 10.00 – 14.00 Uhr

Einladung Eröffnung Ausstellung HDD

Webseite




Aprilscherz: Aufrichtefest Bushaltestellendach Nordbrücke am Ostermontag 15 bis 17h

Es war ein Aprilscherz: Das Bushaltestellendach an der Nordbrücke ist im Rohbau fertig. Die SBB laden am Ostermontag von 15 bis 17 Uhr zum Aufrichtefest ein. Kundenberaterinnen servieren Kaffee und Kuche und beantworten Fragen. Baufachleute bieten einen Rundgang und spannende Einblicke in die einzigartige Konstruktion an.

 




53 Ideen für die Zwischennutzung des Burrischopfs

Die initiale Ideensammlung für die Zwischennutzung des Burrischopfs ist abgeschlossen. 53 Ideen sind per Ende Januar 2024 auf der Webseite des Quartiervereins Wipkingen eingegangen. Der Quartierverein Wipkingen ist überwältigt vom Echo. Die Aussicht auf eine längere Zwischennutzung hat viele Raumsuchende motiviert mitzutun. Klar ist: Freiräume entsprechen einem dringenden Bedürfnis.

Vielfältigste Ideen

Die Nutzungsvorschläge sind sehr vielfältig: Kinder- und Jugendtheater, Zirkus, Petanque und Boulodrom, Indoor Skate-, Freestyle, Bike-, Miniramp und Sportparcours, Paddelcourts, Gym und Trainingsanlage, Ping Pong, Kletter- und Indoor Familienparadies und Tummel-Spielplatz, Künstlerateliers, Freiraum für Kreativ- und Kunstschaffende, Kino, Filmfestival, Ausstellungsräume, Velo- und Werkstätten, Action Painting, Bogenschiessen, Indoor Farming, Kurse aller Art, Tanz, Workshop Space, Food-Save-, Floh-, Second-Hand-Märkte, Tauschbörsen, Markthalle, Recycling-Station, Treffpunkt, Quartierläden, Druckwerkstatt usw.

So geht es weiter

Kommerzielle Nutzungen sind ausgeschlossen. Diese werden zunächst ausgeschieden. Die verbleibenden Ideen begutachtet der Quartierverein Wipkingen mit den involvierten städtischen Stellen. Daraus soll ein bunter Mix zum Start der Zwischennutzung zusammengestellt werden. Die möglichen Nutzer:innen sollen noch im Februar kontaktiert werden, um anschliessend die Vor-Ort-Besichtigungen durchzuführen. Danach wird ein Betreiberverein gegründet, der mit dem EWZ einen Gebrauchsleihvertrag abschliesst. Der Betreiberverein erarbeitet auch ein Betriebskonzept für möglichst viele Nutzungen in den Folgejahren.

Ausblick – weiterhin Ideen gefragt

Der Nutzungsmix im Burrischopf soll sich über die Jahre verändern und entwickeln. Während der gesamten Dauer der Zwischennutzung wird es deshalb möglich sein, wieder neue Ideen einzubringen und die Freiräume auch für bisher nicht berücksichtigte Aktivitäten zugänglich zu machen. Darüber entscheidet wiederum der Betreiberverein.

 

 




Küsnachter verhindern SBB Monsterdach – Wipkinger wird gebaut

Was geplant wurde, wird auf Teufel komm raus gebaut. Der QV ist mehr als enttäuscht von der harten Haltung der SBB.

Artikel von Judith Stofer, Vorstandsmitglied Quartierverein Wipkingen

Was uns Wipkinger:innen nicht gelungen ist, hat eine Einzelperson zusammen mit Verbündeten in Küsnacht erreicht. Zwar ging es in Küsnacht nicht um die Überdachung einer Bushaltestelle wie in Wipkingen, sondern um die Überdachung einer behindertengerechten Unterführung zum Bahnhof. Wie in Wipkingen planten aber auch die SBB in Küsnacht eine monströse Überdachung. Wie in der Zürichsee-Zeitung vom 4. Oktober 2021 zu lesen war 2021-08-19 ZSZ Baldachin Unterführung, beabsichtigten die SBB, diese Unterführung mit einem rund 3 Meter hohen Dach, ähnlich wie es nun in Wipkingen im Bau ist, zu bestücken.

Der QV war mit einem der Küsnachter Einsprechenden, mit Reinhard Wolf, in regelmässigem Austausch. Anfang Januar informierte er uns, dass die SBB auf das überdimensionierte Monsterdach verzichtet. «Nach vielen Sitzungen und Anwaltskosten von mehr als 10’000 Franken konnte ich das Dach von 3 Metern auf 55 Zentimeter ‚heruntermärten’», schrieb er uns. Der QV freut sich über den Erfolg der Küsnachter Einsprechenden. Der Erfolg (auf dem Foto sichtbar) lässt sich sehen!

Es ist das, was wir uns auch gewünscht hätten und für das wir keinen Aufwand (Gespräche, unzählige Briefe und eine Petition) gescheut haben. 813 Wipkinger:innen haben unsere Petition Quartierverträgliches Bushaltedach Nordbrücke!» unterschrieben, die sich direkt an den SBB-Chef Vincent Ducrot richtete. Mit der Petition, die wir Ende November einreichten, verlangten wir nicht mehr und nicht weniger als eine quartierverträgliche Reduktion des Bushaltestellendachs. Dass die Weitsicht von der Nordbrücke mit einem brutalistischen SBB-Dach versperrt wird, konnten die meisten Menschen, welche die Petition unterzeichneten, nicht verstehen.

Nicht verstehen und nicht erfreut ist der QV über die Antwort der SBB, die wir im Dezember erhalten haben. Wörtlich heisst es da: «Die SBB hat die Petition als Zeichen entgegengenommen, dass die SBB grundsätzlich immer zu einem Gespräch bereit ist und die Anliegen der Bevölkerung Ernst nimmt. In diesem Fall ist eine Projektänderung jedoch nicht möglich. Das Projekt wurde ordnungsgemäss bewilligt, die Arbeiten sind bereits im Gang. Die SBB kann kein anderes Dach bauen als bewilligt wurde. Nach der Realisierung gehört das Dach der Stadt Zürich.»

So bleibt uns nur noch, so wie jemand unter der SBB-Antwort kommentiert hat, von der Stadt zu fordern, dass sie das Dach nach Fertigstellung abreisst und durch ein filigranes ersetzt. Die Stadt war von Anfang an in die Planung miteinbezogen und hätte zumindest vorgängig die Meinung der Quartierbevölkerung abholen sollen.




SBB bleibt hart – Bushaltestellendach wird gebaut – Petition verpufft ohne Wirkung

Über 800 Wipkingerinnen hatten die Petiton für ein quartierverträgliches Bushaltestellendach auf der Nordbrücke unterzeichnet. Leider ohne Erfolg. Die SBB hält am Bauprojekt fest.

“Die SBB hat die Petition als Zeichen entgegengenommen, dass die SBB grundsätzlich immer zu einem Gespräch bereit ist und die Anliegen der Bevölkerung Ernst nimmt. In diesem Fall ist eine Projektänderung jedoch nicht möglich. Das Projekt wurde ordnungsgemäss bewilligt, die Arbeiten sind bereits im Gang. Die SBB kann kein anderes Dach bauen als bewilligt wurde. Nach der Realisierung gehört das Dach der Stadt Zürich.

Die SBB nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Pläne für die neuen Zugänge zum Bahnhof Zürich Wipkingen im Quartier gut angekommen sind. Gleichzeitig wird der Wipkinger Viadukt saniert. Die SBB dankt der Quartierbevölkerung für das Verständnis, dass dafür eine einjährige Sperre der Strecke zwischen Zürich Wipkingen und Zürich HB nötig ist.”

Offizielle Mitteilung der SBB am 21.12.2023.




Weihnachtsgeschenk – Wir bekommen ein barrierefreies Züri WC am Bahnhof – aber erst 2025

Die Stadt Zürich hat sich mit der SBB geeinigt. Die Stadt darf ein Züri WC in das bestehende Bahnhofs WC Gebäude einbauen. Das Bauprojekt ist parat und wird demnächst publiziert.

Baubeginn erst 2025

Der Wehrmutstropfen dabei ist, dass mit den Bauarbeiten erst im März 2025 gestartet werden darf. Die SBB wollen zuerst die Geleise am Bahnhof fertig umlegen und den Bahndamm neu gestalten.

Baumallee und WC

Die Stadt rechnet für den Einbau des WC mit einer Bauzeit von drei Monaten. Gleichzeitig soll die geplante Baumallee entlang des Bahndamms erstellt werden. Die Bauarbeiten sollen koordiniert werden.

Kein Brunnen

Leider ist es nicht gelungen, einen Betreiber für den Brunnen zu finden. Weder die SBB noch die Stadt sind bereit, den Unterhalt zu leisten. Immerhin bleibt der Brunnen als Bauwerk erhalten. Damit aus ihm kein Mülleimer wird, wird er vergittert.

Barrierefreies WC

Es werden zwei WC Einheiten eingebaut. Eine Einheit davon ist barrierrefrei zu erreichen. Die andere Einheit ist ein genderneutrales Züri Chromstahl WC.

Garten und Dachbegrünung

Der kleine Garten neben dem WC Gebäude wird von der SBB anschliessen gehegt und gepflegt. Das Dach wird so begrünt belassen, wie es der Quartierverein damals saniert hat.

Facts:
Das Bahnhofs WC wurde von 2013 bis 2021 durch den Quartierverein Wipkingen betrieben. 2021 wurde es durch mutwillige Brandstiftung komplett zerstört. Seit 2021 bemüht sich der Quartierverein Wipkingen um ein Züri WC. Nun werden die Anstrengungen wohl endlich belohnt. Hallelujah!

 




Zwischennutzung für 700m2 Burrischopf im Lettenareal – Ideensammlung gestartet

Der Burrischopf an der Wasserwerkstrasse in Zürich-Wipkingen kann ab Frühling 2024 für drei Jahre zwischengenutzt werden. Der Quartierverein Wipkingen sammelte Ideen.

Partizipatives Verfahren

Die Zwischennutzung des Burrischopfs, der zwischen dem so genannten Kesselhaus und dem EWZ-Kraftwerk an der Limmat liegt, wird in einem partizipativen Verfahren mit dem Quartier festgelegt. Der Quartierverein Wipkingen sammelte über seine Website www.wipkingen.net bis Ende Januar 2024 Ideen. Die Ideensammlung ist abgeschlossen.

Ablauf

Der Burrischopf wird ab 2.2.2024 gereinigt.Anschliessend gehts weiter mit den möglichen NutzerInnen. Dann erhalten Bewerberinnen einen ersten Bescheid. Ende Februar soll ein mögliches Nutzerkonzept stehen. Ziel ist es möglichst vielen initiativen Freiwilligen eine Plattform zur SELBSTorganisation zu bieten.

Der Zuschlag soll bis Ende Februar 2024 erfolgen.

Was ist möglich

Es stehen selbstorganisierte, kulturelle und politische Veranstaltungen, sowie Selbsthilfewerkstätten im Fokus. Die Infrastruktur ist minimal. Der grosse Raum ist ungeheizt, das Dach ist nicht isoliert. Im Sommer könnte es darum für eine Nutzung zu heiss werden. Es sind keine WC Anlagen vorhanden. Ganz sicher wird es KEINE Eventhalle für laute Konzerte werden.

Vom Quartier für das Quartier

Ziel ist, einen Verein zu gründen, der als Plattform zur Deckung möglichst vieler Nutzungsbedürfnisse aus dem Quartier dient. Der Quartierverein Wipkingen amtet als “Geburtshelfer” mit seinem Know-how, seiner Vernetzung und wird im Vereinsvorstand mithelfen, bis der Verein flügge ist.

Situation

Der Burrischopf liegt (2) liegt zwischen dem sog. Kesselhaus und dem EWZ Kraftwerk an der Limmat im Lettenareal in Zürich Wipkingen via à vis des selbstverwalteten Parki Areals.

Aussenaufnahmen

Innenaufnahmen Burrischopf

Der 700m2 grosse Raum ist ungeheizt und das Dach nicht isoliert. Es ist kein Wasser und kein Abwasseranschluss vorhanden. Strom ist vorhanden.

Innenaufnahmen Aufenthaltsraum

Es ist ein Kalt- und Warm-Wasseranschluss vorhanden. Der Raum ist beheizt. Strom ist vorhanden.

Innenaufahmen Lagerraum

Der Raum ist beheizt. Strom ist vorhanden.

Die Ideensammlung ist per 31.1.2024 beendet worden

 




Zwischennutzung Burrischopf – Bericht auf Tele Zueri

Vor einem Jahr haben Besetzer im Kesselhaus beim Letten für Schlagzeilen gesorgt. Die Stadt hat sie rausgeworfen. Das Gebäude sei einsturzgefährdet. Jetzt ist die Stadt nochmals über die Bücher und hat die Statik überprüfen lassen. Dabei hat sie herausgefunden, dass sich das Gebäude nebenan, der Burrischopf für eine Zwischennutzung tip top eignen würde. Den Quartierverein freuts, nur die AL ist kritisch. 

Bericht von Nicole Disler auf Tele Züri vom 6.12.2023

Zwischennutzung für 700m2 Burrischopf im Lettenareal – Ideensammlung gestartet




Petition “Quartierverträgliches Bushaltestellendach Nordbrücke!” an SBB übergeben

Am Schluss blieb uns noch die Möglichkeit im Quartier eine Petition zu lancieren. Was hatte der Quartierverein vorgängig und frühzeitig versucht, um die überdimensionierte Überdeckung der VBZ-Bushaltestelle auf der Nordbrücke zu verhindern. Gespräche mit dem Stadtrat und den Bauherren, den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Briefe, Emails an alle mögliche Stellen.

Über 800 Unterschriften

Doch gehört wurden wir nicht, der Zug fährt unverdrossen weiter. Um die Fehlplanung noch zu stoppen, lancierten wir darum die Petition für ein quartierverträgliches Bushaltestellendach Nordbrücke. Rund 813 Unterschriften haben wir über den Sommer gesammelt. Dass die Weitsicht von der Nordbrücke mit einem brutalistischen SBB-Dach versperrt wird, konnten die meisten Menschen, welche die Petition unterschrieben, nicht verstehen. Viele empfinden es als eine Verschandelung des Wipkinger Quartierzentrums.

Redimensionierung

Während eines Jahres wird der Bahnhof Wipkingen umgebaut. Endlich bauen die SBB rollstuhl- und -kinderwagengängige Zugänge zu den Gleisen. Dafür muss das Quartier ein ganzes Jahr lang einen Zugunterbruch in Kauf nehmen. Mit Bussen soll dies so weit wie möglich kompensiert werden. Als kleine Gegenleistung für die Bevölkerung verlangt der Quartierverein eine Redimensionierung der Bushaltestelle-Überdachung. Mit der Petition verlangt der Quartierverein keine Neuplanung des Projekts, sondern einzig eine quartierverträgliche Reduktion der Höhe der Überdachung. Obwohl der Bau bereits in Gang ist, ist es immer noch möglich, die Überdachung filigraner zu gestalten.

Übergabe

Von links: Reto Schärli, SBB, Judith Stofer und Beni Weder, Quartierverein Wipkingen. Foto: Thierry Haecky

Am 30.11.2023 wurde die Petition im Hauptbahnhof an den Leiter der Medienstelle SBB AG, Reto Schärli übergeben. Die Petition richtet sich explizit an den Chef der SBB, Vincent Ducrot. Der Quartierverein hofft, dass er nun gehört wird und die Quartierbevölkerung nicht enttäuscht.