Getestet – Jean-Marc Nia über die Fernsteuerung unserer Weihnachtsbeleuchtung

Was ist denn das? Ein Kasten unter Plexiglas mit einer  Steuerung. Okay. Für was?

Artikel im Züri Tipp vom 7.12.2018 von Jean-Marc Nia

Erst mal: Der Kasten steht auf dem Röschibachplatz, gleich beim Bancomaten der Zürcher Kantonalbank. Also wozu dient die Steuerung denn nun? Für die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Platz! Ja, da mag Lucy vor sich hinglimmen, wie sie will, mehr Spass macht jene des Quartiervereins Wipkingen. Symbole kennzeichnen die aufgehängten Lampen» Man wählt diese an, und dann gehts ans Farbenmischen. Ein ganzer Farbkreis (ausser Weiss) steht da zur Verfügung. Am Weihnachtsmarkt, der am letzten Samstag stattfand, war die Bedienung natürlich dauerbesetzt. Von Kindern wie auch von Erwachsenen. Aber am verregneten Sonntag darauf war ich an der Reihe. Anwählen, mit dem Finger langsam über den Farbkreis fahren, und tatsächlich, jede Farbe sprang an. Manchmal ein bisschen verzögert, das Signal braucht wohl so seine Zeit. Und sogleich kam der Spieltrieb: Soll man den Platz in einheitliches Blau tünchen? Oder einen Farbverlauf von Grün in Rosa hinzaubern? Bis dato wurde die Beleuchtung einzig vom Präsidenten des Quartiervereins gesteuert. Jetzt ist die Steuerung öffentlich. Und macht Spass.

Die Beleuchtung mitsamt Steuerung ist noch bis zum 10. Januar in Betrieb




Weihnachtsmarkt am 1.12.2018 – auf unserem Röschibachplatz – die Impressionen

Am Samstag 1.12.2018 fand unser Weihnachtsmarkt auf unserem Röschibachplatz statt. Es war einfach nur himmlisch.




Neubau Altersheim Trotte Park – Petition für quartiernahe Nutzung erfolgreich

Den neu geplanten Park beim Neubau des Altersheim Trotte wollten die Anwohner mitgestalten. Dazu hatten sie eine Petition lanciert. Sie forderten eine quartiernahe Nutzung:

“Wir wünschen uns, dass nicht nur das Restaurant, sondern auch die Parkanlage so gestaltet wird, dass ein erfrischender Austausch der Generationen gelebt werden kann. Bereicherungen für das Quartier sind generationenübergreifende Begegnungsmöglichkeiten und eine aktive Teilnahme am Gemeindeleben.”
 
Stadt nimmt Anliegen auf und realisiert

Der Austausch der Petitionäre mit der Stadt – auf Vermittlung des Quartierverein Wipkingen – hat gefruchtet. Neu wird eine Spielwiese für die Kinder der Nachbarschaft und eine Petanquebahn gebaut.

Quartierverein erfreut

Wir freuen uns, dass die Stadt die Anliegen unserer QuartrierbewohnerInnen in die Planung mit einbezieht. Wir sind der Überzeugung, dass auf diese Weise das neue städtische Alterszentrum Trotte mit dem neuen Restaurant und einem offen gestalteten Park ein schöner Begegnungsort mit einem grossen Mehrwert für alle im Quartier Wipkingen sein wird.

Petition Altersheim Trotte Park

Vermittelt vom Quartierverein Wipkingen (c)

 




Naturförderungsmassnahme an der Breitensteinstrasse – Robinien werden gefällt

Entlang des Trottoirs an der Breitensteinstrasse auf der Höhe des Hardturmstegs und weiter limmatabwärts vor der Liegenschaft Am Wasser 19 sind einige Bäume zum Fällen angezeichnet.

Es handelt sich dabei um einen Pflegeeingriff verbunden mit einer Naturförderungsmassnahme. Um die in der Böschung stehenden wertvollen, einheimischen Gehölze wie Ulme, Feld-, Berg-, und Spitzahorn, Traubenkirsche und Linde zu fördern, ist es notwendig, einige Robinien zu entfernen. Robinien sind invasive Neophyten, die sich auch am Limmatufer unkontrolliert ausbreiten und andere Gehölze verdrängen. Ausserdem müssen im Bereich des Trottoirs einige Eschen entfernt werden, weil sie vom Eschentriebsterben befallen sind.

Insgesamt werden ca. 15 Robinien und einige Eschen, mit Stammdurchmessern zwischen 10 und ca. 30 cm gefällt. Die Stämme einer Ahorngruppe mit abgestorbenen, oberen Kronen werden einige Meter über dem Boden gekappt, bleiben aber als sogenannte Habitatsbäume stehen. Die Pflegemassnahmen sind mit dem Naturschutz von Grün Stadt Zürich und dem Natur- und Vogelschutzverein Höngg koordiniert und werden von allen Seiten als sinnvoll und notwendig erachtet.

Der Eingriff wird voraussichtlich Mitte Dezember erfolgen.




Grosse Zustimmung für Abend-Frischwarenmarkt

JA, mit über 90% Zustimmung!

Wir fragten Euch, ob Ihr einen zusätzlichen Frischwarenmarkt an einem Abend unter der Woche wünscht. 146 Personen nahmen bis zum 5. Oktober 2018 an der Umfrage teil. Euer Verdikt ist glasklar. Über 90 Prozent sind dafür.

Resultate:

90,6 % wünschen sich einen zusätzlichen Frischwarenmarkt an einem Werktag von 16 bis 20 Uhr. Wichtig sind euch biologische Produkte aus der Region, die saisonal frisch sind.

An welchem Wochentag?

Von wann bis wann?

Wie regelmässig?

In welcher Saison?

Welche Produkte?

Was ist wichtig?

Umfrage:

http://t0qcv1.findmind.ch

Jetzt unbedingt Mitglied im Quartierverein Wipkingen werden – Je mehr wir sind, desto mehr Gewicht haben wir.

Euer Wunsch ist unser Auftrag. Wir geben Alles, um Euren Wunsch per Januar 2019 umzusetzen und hoffen auf grosses Entgegenkommen aller Beteiligten in der Verwaltung.




Wipkinger Zeitung – Septemberausgabe gratis in Eurem Wipkinger Briefkasten

Der Wandel ist die einzige Konstante

Das Gemeinschaftszentrum Wipkingen ist heute über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und beliebt. Einst als «Robinsonspielplatz» im Jahr 1954 eröffnet, hat es verschiedene Etappen durchlebt und war immer auch Spiegel der Zeit.

Das an der Limmat gelegene Gemeinschaftszentrum mit Kafi Tintenfisch, Seilspielplatz, Kinderbauernhof und einer Vielzahl an Veranstaltungen und Kursen ist stadtweit bekannt. Viel ist passiert, seit der erste «Robinsonspielplatz» der Schweiz hier errichtet wurde, Grundstein der Gemeinschaftszentren in Zürich und erste Freizeitanlage, in einer Zeit, als es so etwas wie «Freizeit» noch gar nicht lange gab. Karl Guyer, Co-Betriebsleiter des GZ Wipkingens, sitzt im gestreiften T-Shirt im Schatten des Pavillons vor dem «Kafi Tintefisch» und erzählt. Erzählt die Geschichte von 64 Jahren GZ Wipkingen.

Die Kinder müssen von der Strasse weg

Seit Anfang des 20. Jahrhunderts, mit Ausnahme der beiden Weltkriege, waren die Verkehrsunfälle in der Stadt Zürich rapide angestiegen. Grund dafür war, neben der wachsenden Bevölkerung, der mit dem Wohlstand zunehmende Motorisierungsgrad der Bevölkerung: In den Jahren zwischen 1947 und 1968 stieg die Anzahl der gemeldeten Personenwagen in einer steilen Kurve von knapp 10’000 auf 120’000 Wagen an. Das Auto besass das Recht des Stärkeren, die traurige Bilanz: in den 50ern und 60ern verunfallten bis zu 900 Fussgänger*innen pro Jahr. Vor diesem Hintergrund dachte Alfred Ledermann, Zentralsekretär der Pro Juventute, darüber nach, wie man Spielplätze in der Stadt realisieren könnte. In den 30er-Jahren hatte der Gartenarchitekt C. Th. Sörensen in Kopenhagen den sogenannten «Skrammellegepladser», zu Deutsch etwa «Bau- oder Grümpelspielplatz», entwickelt. Auch Ledermann hatte bei seinen Reisen in zerstörten deutschen Städten beobachtet, dass Kinder in den Ruinen mit den vorhandenen Materialien kreativ spielten. Die Bauspielplätze sollten «Inseln für freies, wildes Spielen» werden, so seine Vorstellung. Kindergerechte Freiräume in einer durch Verbotstafeln, Verkehr und engen Wohnungen zunehmend beengten Stadt. Auf dem «Robinsonspielplatz» sollten die Kinder ihre eigene Existenz zimmern können. Gleichzeitig brachte man sie von den gefährlichen Strassen weg.

1953 fand der fünfte internationale Kongress für Schulbaufragen und Freilufterziehung in Zürich statt. Dort wurde beschlossen, dass man sich künftig für Spielplätze einsetzen wolle. In Zürich gründete sich in der Folge der «Zürcher Kreis der Spielplatzfreunde», welcher mit Pro Juventute, den Quartiervereinen und Firmen sowie in enger Zusammenarbeit mit der Stadt die Schaffung von Robinsonspielplätzen vorantrieb. 1954 übergab der damalige Stadtrat Sigmund Widmer dem Quartier Wipkingen offiziell den Robinsonspielplatz.

«Demokratie spielen»

«Es war auch ein janusköpfiges Projekt», meint Guyer, «einerseits sollten die Kinder kreative Freiräume erhalten, andererseits wollte man sie <domestizieren>». Und tatsächlich: Die Kinder und Jugendlichen bauten ein kleines Dorf mit Bäckerei, Gartenwirtschaft, Fundbüro, sogar eine Bank und eine eigene Zeitung gab es auf dem Robinsonspielplatz. «Die Kinder spielten eigentlich das Erwachsenenleben nach», erzählt Guyer, «es gab den sogenannten <Robinsonrat>, eine Art Kinderparlament, der den Platz mitverwaltete. So vermittelte man ihnen schon früh demokratische Prozesse». Neben dem Baumaterial für die Hütten stellte man ihnen auch immer wieder ausrangierte Maschinen und Vehikel zur Verfügung – einmal sogar eine Messerschmitt und ein ausgeschossenes Tram – damit sie technische Fertigkeiten lernen konnten. «Die Freiheiten waren in dieser Zeit tatsächlich grösser, die Betreuung beschränkte sich auf einen Spielplatzleiter». Dies entsprach auch dem Wunsch des verantwortlichen Architekten der Stadt Zürich Alfred Trachsel: «Hier dürfen die Kinder etwas tun, ohne dass der Lehrer sagt wie, die Mutter wo und der Vater warum».

Robinsonspielplatz wird zur Freizeitanlage

Seit der Jahrhundertwende war die Stadt kontinuierlich gewachsen und erreichte 1962 mit 440’000 Einwohner*innen den bislang höchsten Peak, bevor die Stadtflucht einsetzte. Die Beliebtheit des Robinsonspielplatzes brachte Herausforderungen mit sich: Bei schönem Wetter hielten sich teilweise 200 bis 300 Kinder und teilweise auch ihre Eltern auf der Anlage auf. «Nicht nur die Jüngeren wollten bauen, auch Väter und ältere Brüder fanden Gefallen daran, nach Feierabend noch handwerklich tätig zu sein. Gleichzeitig waren da die Mütter, die auf die Kleinkinder aufpassten, und die Jugendlichen, die nochmals andere Interessen hatten», erklärt Guyer. Ausserdem stellte der Winter ein Problem dar, da der Spielplatz in den kalten Monaten geschlossen blieb. 1956 bewilligte der Stadtrat einen Kredit für den Ausbau des Robinsonspielplatzes Wipkingen zu einem Gemeinschaftszentrum, damals noch unter dem Namen «Freizeitanlage». Es konnten feste Bauten errichtet und damit wettergeschützte Räume geschaffen werden. Bald wurden erste Kurse angeboten, im Windeln Wickeln, Kindererziehung, aber auch Kreativkurse, die zusammen mit den Nutzer*innen entwickelt wurden. Die nachfolgende Ära brachte zwei neue Ausbildungen hervor: Das GZ Wipkingen beherbergte die erste Werklehrer*innenklasse der Kunstgewerbeschule der Stadt Zürich. Der «Grundkurs Animator» vermittelte, als erste Ausbildung zur Soziokulturellen Animation in der Deutschschweiz, auch GZ-Mitarbeiter*innen wichtige methodische Ansätze für den Berufsalltag. 1963 erklärte das Volk via Abstimmung die Freizeitanlagen zu öffentlichen Einrichtungen: Die Stadt übernahm die Finanzierung und stellte die benötigte Infrastruktur zur Verfügung, während die Pro Juventute weiterhin für den Betrieb verantwortlich war.

Zweite Etappe: Seilspielplatz

Obwohl die Anlage gut genutzt wurde, verkam der eigentliche Spielplatz und funktionierte nicht mehr wie ursprünglich angedacht. Einige selbstgezimmerten Hüttchen standen zwar noch lange, wurden aber nachts eher für andere Zwecke genutzt und schliesslich abgerissen. Also beschlossen die Verantwortlichen gemeinsam mit Studierenden der Kunstgewerbeschule und den Kindern einen neuen Spielplatz zu entwickeln. Dazu sollten die Kinder ihren Traumspielplatz aufzeichnen und die angehenden Werklehrer*innen dazu passende Modelle entwickeln, die schliesslich öffentlich diskutiert wurden. Daraus entstand 1977 der Seilspielplatz: Spielobjekte aus Seilen und Holz, teilweise hoch über dem Boden, Nester und Hängematten, Kletteranlagen, die die Geschicklichkeit förderten. Damit begann die zweite Phase des Spielplatzes. Aufgrund der Seile war die Anlage anfällig für Vandalismus, die damalige Werklehrerin Brigitte Rosenberger war jedoch unermüdlich, wenn es darum ging, zerschnittene Seile zu ersetzen oder zu flicken und die Anlage instand zu halten. Der neue Spielplatz erfreute sich bald grosser Beliebtheit und war weitum bekannt. 1981 wurden die «Freizeitanlagen» in «Gemeinschaftszentren» umbenannt. 1985 brannte der GZ-Saal, ein Werk von Architekt Hans Trösch, bis auf die Grundmauern ab, er wurde aber wieder aufgebaut. 1991 stiess Karl Guyer zum GZ Wipkingen. «Der ganze östliche Quartierteil stand damals durch die Drogenszene am Letten massiv unter Druck», erinnert er sich. «Auch bei uns war die Angst vor Spritzen auf dem Spielareal gross, viele Familien zogen in dieser Zeit weg von Wipkingen». Dennoch war das GZ weiterhin beliebt. Mütter organisierten Mittagessen und Treffen, verstanden sich fast als Mitarbeiterinnen. «Das hat sich verändert», meint Guyer. Es kämen zwar weiterhin viele Besucher*innen, ihr Fokus liege aber nicht auf dem ganzen Zentrum, sondern auf einzelnen Angeboten. Was weiterhin funktioniere, sei die Kontaktbörse: Menschen in ähnlichen Lebenslagen lernten sich hier kennen und tauschten sich aus, «und das ist eigentlich unsere wichtigste Aufgabe: möglichst niederschwellig Teilnahme und Integration zu ermöglichen», meint Guyer. «Mittlerweile finde ich auch nicht mehr, dass sich jeder im selben Masse mit dem GZ identifizieren muss, um die Angebote und Dienstleistungen zu nutzen. Wir sind jedoch präsent und unterstützen, wenn sich jemand engagieren will».

Im Spannungsfeld zwischen Sicherheit oder Freiheit

Anfangs 2000 erhielt Grün Stadt Zürich den Auftrag, die Zürcher Spielplätze zu übernehmen. Im Zuge der Neugestaltung des Wipkingerparks und des GZ-Areals wurde auch ein neuer Spielplatz entwickelt, die bislang letzte Etappe. Dieses Mal spielte die Sicherheit eine übergeordnete Rolle, Euronormen mussten beim Bau eingehalten werden. «Der entstandene <Märliwald> nimmt zwar die Idee des Seilspielplatzes auf, entspricht aber den typischen Bauten der Nullerjahre: Robinienholz, Seile, immer noch ein bisschen herausfordernd, aber alles innerhalb der Sicherheitsnorm», erklärt Guyer. Das spiegelt scheinbar auch das heutige Sicherheitsbedürfnis der Eltern und die zunehmend strengeren gesetzlichen Bestimmungen, die auch von den Versicherungen befeuert werden. Guyer beschäftigt die Frage, inwiefern der Gedanke der Freiräume, der eigentlich der Ursprung des Robinsonspielplatzes war, noch gelebt wird. «Die Freiheit ist insofern gegeben, dass man die Kinder innerhalb des Areals frei springen lassen kann», überlegt Guyer laut, «das bedeutet im Umkehrschluss, dass Freiheit einen schützenden Rahmen braucht, um stattfinden zu können. Der sicherste Ort ist eigentlich der, an dem sich niemand aufhält und an dem nichts passiert. Aber ein erfülltes Leben setzt vielfältige Erfahrungen voraus und Erfahrungen zu sammeln birgt Risiken. Die Frage ist, wie weit die Gesellschaft bereit ist, diese solidarisch mit zu tragen».

Alles verändert sich

Seit den 90er-Jahren ist viel passiert. Die Kommunikation und Mobilität hat sich stark entwickelt. Die digitale Revolution ist durchaus ein Thema, das alle Gemeinschaftszentren der Stadt beschäftigt. «Die Art, Beziehungen zu führen, verändert sich. Vieles lässt sich einfacher und schneller online organisieren, als sich im GZ zu treffen und mit Hilfe des Betriebes etwas auf die Beine zu stellen», meint Guyer, der sich auch in der Stiftung Zürcher Gemeinschaftszentren intensiv mit dem gesellschaftlichen Wandel auseinandergesetzt hat. 2012 hat die Stiftung unter dem Titel «Soziokultur für die Stadt Zürich» eine Standortbestimmung veröffentlicht, die sich mit den Herausforderungen einer individualisierten Gesellschaft befasst. «Früher war da der Anspruch von Seiten der GZs, dass sich die Nutzer*innen mit ihnen identifizieren. Heute ist es wichtiger, dass wir Selbsthilfe ermöglichen, dass die Leute sich etwas holen, oder etwas bringen können, das ihnen und anderen das Leben erleichtert. Wir arbeiten subsidiär. Wir beobachten genau, wie sich die Bedarfslage weiterentwickelt». Die Quartierbevölkerung verändert sich, mit ihr die Bedürfnisse. Obwohl Wipkingen immer homogener und reicher zu werden scheint, hat das GZ – wie die übrigen 16 Zentren der Stadt auch – den Anspruch, möglichst niederschwellige und kostengünstige Angebote zu führen, um auch Menschen mit wenig Mitteln den Zugang zu ermöglichen.

Mitwirkung statt Dienstleistung

Heute sind die Menschen auch viel mobiler. Sie informieren sich auf dem Internet, was in der ganzen Stadt los ist und wählen das passendste Angebot, nicht das geografisch nächstliegende. «Wichtig ist uns, dass wir Dinge realisieren, die es sonst nicht bereits gibt». Eines dieser einmaligen Projekte in Wipkingen ist wohl das «Tauschen am Fluss», bei welchem Dienstleistungen getauscht werden können. «So erhalten auch Menschen mit wenig finanziellen Mitteln eine Möglichkeit, gewisse Dienstleistungen zu beziehen, die sie sich anders nicht leisten könnten». Gleichzeitig wird das Thema des eigenen Wertes angesprochen: Man setzt sich mit den eigenen Talenten auseinander. Und dann ergibt sich natürlich auch wieder eine Möglichkeit, andere Menschen kennenzulernen. Daneben gibt es die Klassiker, die fast alle GZ anbieten: Zum Beispiel die Chrabbelgruppe, die von Besuchenden selber angeboten werden, oder der Kinderflohmi, den Mütter und Kinder organisieren. «Unsere Stärke liegt sicher im Mitwirken und Ermöglichen, nicht im Anbieten von fertigen Produkten», meint Karl Guyer. In den vergangenen 60 Jahren haben sich die Gemeinschaftszentren viel Wissen über Soziokultur angeeignet. Dieses wurde 2018 in Zusammenarbeit mit der ZHAW Soziale Arbeit in ein Handbuch gefasst. «Soziokulturelle Angebote und ihre Bedeutung für Gemeinden im Wandel» steht allen Gemeinden im Kanton Zürich unentgeltlich zur Verfügung. «Gesellschaftliche Veränderungen interessieren mich sehr, schauen wir, wo es noch langgeht», sagt Guyer zum Abschied.

Ganze Zeitung

https://wipkinger-zeitung.ch/wp-content/uploads/2018/09/20180927-Wipkinger-Endfassung.pdf




Warum wir “smarte” Quartiervereine brauchen – ein Gastbeitrag von Maximilian Stern

Die Stadt Zürich ist dabei, sich eine Smart-City-Strategie zu verpassen. Neben mehr Lebensqualität und einem schonenden Ressourcenverbrauch müssen auch zusätzliche Beteiligungsmöglichkeiten das Ziel sein.

Dazu beitragen könnten die Quartiervereine, wenn sie ihre Arbeit mit digitalen Plattformen ergänzen.

Ein Gastbeitrag von Maximilian Stern, 12. Juli 2018, Veröffentlicht auf: Tsüri

Smart City

Zürich soll eine smarte Stadt werden. Sie soll also einerseits neue Technologien und Methoden so einsetzen, dass die Lebensqualität der Bürger*innen gesteigert werden kann. Zum Beispiel kann mittels vernetzter Sensoren die Umweltbelastung jederzeit gemessen und dann entsprechend gehandelt werden. Andererseits soll dank ffizienzsteigerungen der Ressourcenverbrauch der Stadt und ihrer Bewohner*innen sinken. So können beispielsweise Strassenlaternen so aufgerüstet werden, dass sie nur  heller werden, wenn Menschen vor Ort sind – so wird Strom gespart. Eine schlaue Stadt ist aber auch eine, die nicht nur für die Menschen arbeitet, sondern vor allem mit ihnen. 

MIT-wirkung

Die Stadt Zürich ist eine demokratische Stadt, ihre Regierung und ihr Parlament wird durch Bürger*innen gewählt und diese Regierung und dieses Parlament setzen sich wiederum aus Bürger*innen zusammen. Mittels Initiativen und Referenden können die Bürger*innen sogar jederzeit direkt ins politische Geschehen eingreifen. Diese demokratischen Errungenschaften können nicht genug wertgeschätzt werden. Das Konzept der Smart City beinhaltet aber den Auftrag, das demokratische Mitwirken weiter auszubauen. Dank neuer Technologien und Methoden kann nämlich in Zukunft viel enger mit den Einwohner*innen zusammengearbeitet werden, um zu definieren, wie sich die Stadt entwickeln soll.

Gute Erfahrungen

Verschiedene europäische Städte machen damit gute Erfahrungen. So hat Madrid bereits 2015 mit seiner Plattform «Decide Madrid» einen virtuellen Ort geschaffen, an dem neue Vorschläge für lokale Gesetze gemacht werden können. Diese Vorschläge werden auf der Plattform debattiert und wenn sie genügend Unterstützung erhalten, wird darüber abgestimmt. Ausserdem können die Benutzer*innen der Plattform jährlich über die Aufteilung von 60 Millionen Euro aus dem städtischen Budget entscheiden.

Neue Dynamik

Plattformen wie «Decide Madrid» sind ein niederschwelliger Zugang zum politischen System. Sie können eine neue Dynamik in das politische System bringen oder neue Menschen zur Beteiligung ermuntern. Aber sie sind eine Ergänzung und nicht ein Ersatz für die bestehenden politischen Rechte. Die Stadt Zürich kennt bereits ausgeprägte Volksrechte und die Stimmbürger*innen können zu vielen Sachfragen Stellung beziehen. Will Zürich smarter werden, reicht es daher nicht, eine Plattform wie «Decide Madrid» zur Verfügung zu stellen. Vielmehr muss sie sich überlegen, wo solche Plattformen besonders viel Wirkung haben könnten.

Wo

Solche Orte könnten in Zürich die Stadtkreise sein. Denn im Unterschied etwa zu Wien hat Zürich nicht in jedem Quartier ein Parlament, sondern nur ein zentrales Organ: den Gemeinderat. Digitale Plattformen würden es den Bewohner*innen der Stadt ermöglichen, sich verstärkt im eigenen Quartier einzubringen. Geht es beispielsweise um neue Verkehrsführung, soziale und kulturelle Einrichtungen oder Strassenmärkte, sind die Quartiere wichtige politische Räume. Entscheide auf dieser Ebene hätten womöglich sogar eine höhere Legitimation als Beschlüsse auf gesamtstädtischer Ebene, weil sie näher an den Betroffenen gefällt werden. Ein entsprechendes Postulat, welches mehr Mitwirkungsmöglichkeiten in den Stadtkreisen fordert, wurde Anfangs Juli dem Stadtrat überwiesen.

Quartiervereine heute

Heute wird ein Teil dieser Aufgabe von den Quartiervereinen übernommen. Sie sind Identifikationspunkte der Stadtviertel und vor allem Know-How-Träger. Die Quartiervereine wissen, ob ein Altersheim Kapazitäten ausbauen möchte oder ob im Quartier eine Bäckerei fehlt. Neue digitale Plattformen können die Quartiervereine nicht ersetzen, denn der Austausch zwischen Bewohner*innen muss weiterhin auch analog funktionieren.

Digitale Plattformen

Aber sie könnten gerade hier eine wertvolle Ergänzung bieten. Quartiervereine könnten digitale Plattformen betreiben, auf denen sie die Bewohner*innen beispielsweise fragen, was für ein Geschäft ins leerstehende Ladenlokal einziehen oder wo ein Veloweg durchführen soll. So können sie ihre wertvolle Scharnierfunktion zwischen Behörden, Gewerbe und Quartierbewohner*innen in Zukunft ausbauen. Schaffen die Quartiervereine die Transformation ins digitale Zeitalter und wären dann «smart», würden sie dazu beitragen, dass Zürich eine echte Smart City wird.


Zur Person
Maximilian Stern ist Co-Autor des Buches «Agenda für eine Digitale Demokratie», welches im NZZ Libro Verlag erschienen ist. Ausserdem ist er Vizepräsident des
staatslabor und Verwaltungsratsmitglied von Tsüri.ch. Zuguterletzt ist er auch Mitglied des Quartiervereins Wiedikon.


Smart Wipkingen

Bei uns in Wipkingen läuft gerade die Umfrage (c), ob die Wipkinger*Innen unter der Woche einen zusätzlichen Abend-Frischwarenmarkt wünschen.

(c) Quartierverein Wipkingen inside.

Weiter geht es hier:

https://tsri.ch/zh/macht-abends-markt/

 

 

 




Eine der betörendsten Chansonstimmen singt im Kreis 10 mit “Im Sumpf der Seligkeit”

Eine der betörnendsten Chanson Stimmen kommt nach Höngg. Lisa Berg, David Ruosch und Christian Strässle performen. Am Freitag 26. Oktober 2018 um 20:oo im Restaurant Desperado. 

Lisa Berg singt wunderbar witzige und Lieder mit tiefgründig kritschem Text. Musikalisch wird sie von David Ruosch am Klavier und Chritian Strässle an der Violiene begleitet.

Ticket: 35.-. Vorverkauf im Infozentrum “Höngger” + “Wipkinger” am Meierhofplatz 2, 8049 Zürich. Tel 043 311 58 81

Sponsor: Coiffure Tanya

 




Wipkinger Flohmarkt reaktivieren – Aufruf zur Mithilfe für einen neuen Flohmi

Der Flohmi am Röschibachplatz wurde kürzlich vom Quartierverein Wipkingen in einem Artikel an dieser Stelle – bewusst provokativ – zu Grabe getragen.

Hintergrund waren unter anderem die aufreibenden Erfahrungen beim Versuch, sowohl den Frischwarenmarkt als auch den Flohmarkt gleichzeitig auf dem Platz zu veranstalten. Der Dolchstoss, um etwas pathetisch zu bleiben, war dann der letzte Flohmarkt am regnerischen 1. September dieses Jahres, als alles bereit war, aber niemand kam.

Breiter abgestützt

In engagierten Kommentaren hier auf der Website und auf facebook wurde ein Fortbestehen des Quartier-Flohmis gewünscht. Für uns als bisherige OrganisatorInnen ist klar: Wir können und wollen das nicht mehr im Alleingang stemmen, denn nach unserer Überzeugung muss Freiwilligenarbeit Spass machen. Ein Neustart müsste also breiter abgestützt sein, sodass der Aufwand für die Einzelnen klein ist und die Freiwilligen auch etwas vom Flohmi haben. Der Samstag kommt aus obengenannten Gründen als Flohmi-Tag nicht mehr in  Betracht.

Flohmi am Sonntag?

Weniger organisatorischer Aufwand, wegfallende behördliche Auflagen und Bewilligungen für zwei gleichzeitig stattfindende Märkte, keine Sperrung des Platzes für den Verkehr und nicht zuletzt mehr Flexibilität bei schlechtem Wetter brachten uns zum Schluss, dass ein Sonntagsflohmarkt allenfalls eine gute Alternative zum Samstag wäre.

Mit einem breiter abgestützten Organisationsteam können wir uns also eine Wiederauferstehung des Quartierflohmis an drei bis vier Sonntagen im Jahr durchaus vorstellen. Ob ein Sonntag überhaupt bewilligungsfähig ist, sind wir für Euch am abklären.

Helferinnen und Helfer gesucht

Falls Sie Lust haben, bei der Durchführung und Organisation eines neu aufgegleisten Wipkinger Flohmarktes in irgendeiner Form mitzuwirken – noch besser selber durchführen möchten, dann melden Sie sich bitte unter feedback@wipkingen.net




Quartier-Flohmi gestorben – Online Märkte attraktiver?

Am letzten Samstag 1.9.2018 war zwar alles bereit für den letzten Flohmarkt dieser Saison auf dem Röschibachplatz. Aber es kam niemand! Zero, Null, Niemand. Wir waren geschockt.

Die Frischwarenmarktfahrer stellten pünktlich um 06:00 ihre Marktstände auf die gesperrte Dammstrasse, damit der Röschibachplatz für die Flohmi Leute frei war. Das hat alles geklappt. Zugegeben, das Wetter war nicht ideal, aber trotzdem – es kam niemand auf unseren Dorfplatz um seine Sachen zu verkaufen. Wir waren komplett alleine.

Online schlägt Offline:

Wahrscheinlich waren alle bereits im Internet am “Online” verkaufen. Ebay, Riccardo, Anibis usw. sind wohl die Plattformen, die unsere Flohmärkte zu einem überholten Event haben werden lassen.

Ernüchtert stellen wir fest:

Eingekauft wird auf Webseiten, zu despektierlich niedrigen Preisen, denn – der Transport zu uns kostet nichts. Wenn die Waren dann nicht mehr gebraucht werden, schickt man sie bequem zurück, stellt sie auf die Strasse mit dem Vermerk “Gratis zum mitnehmen” oder schmeisst man sie einfach weg. Das ist billiger, als die Kübel-Sackgebühr und einfacher als der Aufwand, sie auf unserem Quarter-Flohmi zu verkaufen.

Schöne neue Welt!

Der Quartier Flohmi ist gestorben. Rest in peace +

 

 

 

 

 

 

 




Zürich wächst – Mietflächen für Kindergarten gesucht

Die Stadt Zürich sucht im Quartier Wipkingen Mietflächen für den Betrieb von einem bis zwei Kindergarten mit Betreuung (Hort).

Eckdaten:

· ca. 500 m im Umkreis Schulhaus Letten
· Gewerbe- oder Bürofläche, Wohnung (zur Umnutzung), vorzugsweise im EG
· Innenfläche ca. 500 m2, Mindestnutzfläche ca. 250 m2
· Aussenfläche ca. 400 m2, Mindestnutzfläche ca. 200 m2
· Ausbau nach Vereinbarung
· Mietzins nach Vereinbarung
· Mietbeginn nach Vereinbarung, vorzugsweise ab März 2019

Gerne nimmt die Stadt Zürich Ihr Angebot entgegen. Für weitere Auskünfte steht Ihnen Stefan Ernst, Stadt Zürich Immobilien, Tel. 044 412 40 29 oder Email: stefan.ernst@zuerich.ch, bereit.

Stadt Zürich
Immobilien
Zentrale Dienste
Lindenhofstrasse 21
Postfach, 8021 Zürich